Eine Burgruine heißt nicht automatisch ruiniert = vernichtet! Das gilt umso mehr für die Burgruine von Boskovice.
Zur Burg führen zwei Wege. Wer gerne durch den Wald spaziert, kann einem Wanderpfad am Hügelhang folgen, wo sich etwa auf halber Strecke ein hölzerner Aussichtspunkt mit Ausblick auf die umliegenden Wälder und einen Teil von Boskovice befindet. Diese Stelle lädt zum Rasten und Schauen ein. Der Pfad ist streckenweise ziemlich schmal und es gibt einen steilen Abhang unter Ihnen. Wenn Sie festen Boden unter Ihren Füßen vorziehen, sollten Sie auf der Asphaltstraße den Hügel zur Burg hinaufsteigen. Schließlich stehen Sie auf einer Rasenfläche vor der Burgruine, welche auf die Stile der Gotik und der Renaissance zurückweist.
Die Burg war früher mächtig und schön, aber als sie im 18. Jahrhundert verlassen wurde, baute man das Mauerwerk ab und nutzte dieses zum Aufbau von städtischen Häusern. Am Baumaterial mangelt es übrigens zu jeder Zeit … Dank einer schrittweise vorangehenden Rekonstruktion kann man heute einen großen Teil des unvollständigen Schlosspalastes besuchen und die beeindruckende Aussicht auf die Landschaft genießen. Es lohnt sich aber auch einen Blick auf/in einen 26 Meter tiefen Brunnen zu werfen, der von einem Tretrad angetrieben wird, dessen Mechanismus als einziger im Land funktionsfähig ist. Eine solche Seltenheit ist ganz sicher sehenswert!
Die Burg gehörte vielen Familien – den Herren von Boskovice, von Kunštát und der Adelsfamilie Dietrichstein. Seit 1856 gehört es der Familie Mensdorf-Pouilly. Die Familie Mensdorf-Pouilly besitzt auch das Schloss in Boskovice.
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