Als Ziel für einen beschaulichen Ausflug bietet sich Rajhrad an. Das Museum des Schrifttums in Mähren wird Sie begeistern, auch wenn Sie kein Bücherwurm sind.
Das Museum des Schrifttums in Mähren hat seinen Sitz im Kloster mit seinem schönen Park. Die Anlagen sind ein Werk des herausragenden Baumeisters Johann Blasius Santini-Aichl. In der historischen Bibliothek der Benediktiner mit ihren rund 65 000 Bänden kommt man sich fast wie in der Sixtinischen Kapelle vor, so erhaben wirkt dieser Raum. Gewölbebögen mit Deckenfresken, Stuckverzierungen, und auch mit Gold wurde nicht gespart – daneben gibt es hier aber auch einen riesigen mechanischen Globus und andere Raritäten zu bewundern.
Das Museum ist literarischen Werken gewidmet, die in Mähren entstanden sind – und ihren Autoren wie Tomáš Garrigue Masaryk, Petr Bezruč, Vítězslav Nezval, Jan Skácel oder Milan Kundera. In der Dauerausstellung zum mährischen Schrifttum des 9. bis 18. Jahrhunderts können Sie mit eigenen Ohren auch Altkirchenslawisch hören, eine Sprache, die auch für das heutige Tschechisch von grundlegender Bedeutung war.
Das Museum birgt viele unerwartete Schätze, so etwa die Korrespondenz des Jugendstilmalers Alfons Mucha, der aus dem mährischen Ivančice stammte. Und dass er auch in den Jahren des größten Ruhms seiner Heimat nicht untreu wurde und sie stets gern besuchte, das belegt gerade seine umfangreiche Korrespondenz, die hier in Rajhrad archiviert ist.
Nach dem Museums- und Klosterbesuch lädt die Klostertaverne U Benediktinů zur Einkehr, wo nicht nur sehr gut gekocht wird, sondern auch die besten mährischen Weine gereicht werden.
Das Kloster Rajhrad ist von Brünn aus in wenigen Minuten mit dem Zug erreichbar. Außerdem liegt es am internationalen Fernradweg Brünn – Wien.
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